Master -Falconer Kollinger with the Golden Eagle "Wotan"

Date Created: 16 May 2018

Author: Unknown

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Dominik Kollinger (* 20. November 1929 in Bernat/Serbien) ist ein deutscher Falkner.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Falkenmeister Kollinger und Steinadler "Wotan"

Als gelernter Textilingenieur führte Kollinger in der Nachkriegszeit einen kleinen Textilbetrieb in der Nähe von Pfarrkirchen. Schon früh interessierte er sich für Greifvögel und Falknerei und gab seinen Lehrberuf auf, um seine Passion zu seinem Beruf zu machen. 1951 trat er dem deutschen Falkenorden (DFO) bei, dem er bis heute nach über 50 Jahren aktiver Falknerpraxis angehört. Auf der DFO-Tagung in Hambach in der Eifel nahm er noch im selben Jahr als Zuschauer an einer Ordenstagung teil. 1955 und 1957 konnte er den ersten Preis für den besten Beizvogel auf einer Ordenstagung gewinnen. Von Ende der 1950er Jahre bis 1964 führte er als Landesverbandsvorsitzender den „Gau Süd, Bayern und Hessen“ und organisierte die Ordenstagung 1964 in Kirchham bei Passau. 1960 ernannte ihn Renz Waller zum Habichtsmeister des DFO und 1966 zum Falkenmeister. Bis Anfang der 1970er Jahre war er der einzige Falkner im Orden, der sich sowohl Falkenmeister als auch Habichtsmeister nennen durfte. Als Autor ist er international bekannt, besonders durch Veröffentlichungen über die Erforschung des Habichts und als Züchter erfolgreich mit der Zucht von Greifvögeln, Geiern und Eulen. Er schrieb viele Berichte für das DFO-Jahrbuch und ist Besitzer einer Ehrenurkunde des bayerischen Jagdschutz- und Jägerverbandes für außergewöhnliche Verdienste um das Jagdwesen in Bayern. Er war der erste Berufsfalkner in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Zusammen mit Hans Schutte machte er Freiflugvorführungen in Schulen, eine frühe Aufklärungsarbeit zum Schutze der Greifvögel. Von 1960 bis 1972 veranstaltete er Freiflugvorführungen in fast allen namhaften Fußballstadien der Bundesrepublik Deutschland vor meist tausenden von Besuchern. 1963 war er zuständig für die Durchführung des Schaufliegens auf der deutschen Jagd-, Forst- und Holzausstellung in München mit dem größten Masseanklang von Bundes- und Landesministern und dem Bundestagspräsidenten persönlich. 1967 führte er die Schauflug-Vorführungen und Gestellung der Greifvögel für die bundesdeutsche Delegation des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Forsten in Novi Sad durch, mit einer besonderen Anerkennung durch eine Goldmedaille unter 42 Nationen und durch den Staatspräsidenten persönlich.

Erfolge als Falkenmeister

Der deutsche Falkenhof am Jagdschloss Kranichstein

1964 gründete er den deutschen Falkenhof am Jagdschloss Kranichstein, der wegen seines hervorragenden Wirkens bislang als einziger Falkenhof als „Falkenhof des Deutschen Falkenordens und Deutschen Jagdschutzverbandes“ anerkannt und geführt wurde. Der deutsche Falkenhof war die erste offizielle Einrichtung dieser Art in Deutschland. Kollinger war in dieser Zeit Lehrmeister für eine ganze Generation von Jungfalknern, die sich 1968 zu einem eigenen DFO-Landesverband zusammengeschlossen hatten. 1976 leitete er dann bis zu seiner Pensionierung 1991 den Adler- und Wolfspark Kasselburg in der Eifel. Hier gelang ihm die Zucht von Habichten, Falken, Uhus, Schnee-Eulen und Gänsegeiern. Nach bereits einjähriger Tätigkeit bekam der Adler- und Wolfspark Kasselburg die Anerkennung durch den Deutschen Wildgehegeverband mit dem Prädikat „Fachlich geführtes deutsches Wildgehege“, erstmals verliehen in Rheinland-Pfalz. Während des hiesigen Wirkens konnte er eine Besuchersteigerung von jährlich maximal 70.000 auf jeweils kontinuierlich 140.000 erreichen, wobei die Einrichtung auch für den Fremdenverkehr die Besonderheit der Vulkaneifel wurde und die Darbietungen persönliche und schriftliche Begeisterung und Anerkennung bekamen, u. a. vom Bundeskanzleramt, dem Regierungspräsidium und Landratsamt. Im Laufe seiner Amtszeit im Adler- und Wolfspark Kasselburg haben insgesamt mehr als 2.000.000 Menschen den Park besucht. Als aktiver Falkner war er als exzellenter Habichtler bekannt. Sein Habicht „Sabine“ wurde mit 28 Jahren der älteste Greifvogel in menschlicher Obhut, von dem je berichtet wurde. Experten nennen ihn deshalb den „Habichtspapst“. Unvergessen, weil von enormlicher fachlicher Tiefe, sind seine Berichte „Allgemeine Habichtserlebnisse I. + II.“ (1956 bzw. 1959), „Habichtsbeobachtungen“ (1962 und 1964) sowie „Beize mit Wildfanghabichten“ (1965), die ganz Wesentlich seinen Ruf als Habichtspapst begründeten. Er war der erste im deutschsprachigen Falknerschrifttum, der den Einsatz des Habichtsadlers 1962 thematisierte und 1974 den Einsatz der Telemetrie. Ebenso neu war 1982 sein Erfahrungsbericht über den Albidushabicht. Er ist nicht nur in Deutschland für hervorragende Leistungen geehrt worden, auch in Österreich und den USA veranstaltete er Freiflugvorführungen und Vorträge mit seinen Greifen. Während seines Lebens hat er viel Prominenz zu Gesicht bekommen: Dieter Kürten, Staatspräsidenten, die englische Königsfamilie. Außerdem erhielt er ein Dank- und Anerkennungsschreiben von Bundeskanzler Helmut Kohl für seine Darbietungen.

Literatur

  • Beizjagd.de, Heft 3, Nr. 1/2003
  • Kölnische Rundschau, 18. August 1985
  • Passauer Neue Presse, 27. Oktober 2000

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